Gutes Ergebnis Bei Siemens sprudeln die Gewinne kräftig

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Siemens hat im abgelaufenen Quartal viel besser verdient als im Jahr zuvor, wie die dpa sagt. Allerdings leidet ein „Filetstück“ des Konzerns weiter unter schwacher Nachfrage – die Automatisierung.

Siemens kann sich über die Ergebnisse aus dem zurückliegenden ersten Quartal zwar freuen, doch in Sachen Automatisierungsgeschäft macht ein Wermutstropfen den süßen Wein aus der Gewinnquelle etwa bitterer ...(Bild:  Siemens)
Siemens kann sich über die Ergebnisse aus dem zurückliegenden ersten Quartal zwar freuen, doch in Sachen Automatisierungsgeschäft macht ein Wermutstropfen den süßen Wein aus der Gewinnquelle etwa bitterer ...
(Bild: Siemens)

Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres verdiente der Münchner Siemens-Konzern unter dem Strich gut 2,1 Milliarden Euro, heißt es. Das waren 48 Prozent mehr als in dem von Sondereffekt belasteten Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz legte zu. Und zwar um vier Prozent (auf 18,9 Milliarden Euro). Das einzige Sorgenkind heißt immer noch Automatisierung. Siemens profitiere aber weiterhin von der anhaltend hohen Nachfrage bei der Elektrifizierung. Ein weiterer Wachstumstreiber war das besonders starke industrielle Softwaregeschäft, das einige größere Lizenzverträge an Land ziehen konnte, wie es weiter heißt.

Deshalb schwächelt die Siemens-Automatisierung

Diese Lizenzverträge retteten demnach die Bilanz des Segments Digital Industries (DI) bei Siemens. In normalen Zeiten sei es aber meist der Musterschüler im Siemens Konzern, doch aktuell leidet, wie gesagt, das dort angesiedelte Automatisierungsgeschäft unter schwacher Nachfrage und schlechter Auslastung der Kapazitäten. In diesem Sektor macht sich unter anderem bemerkbar, dass die Geschäfte auch bei den Kunden zäher laufen und teilweise noch Lagerbestände abgebaut werden, so die Erklärung. Immerhin seien die Auftragseingänge aus dem wichtigen Markt China gewachsen. Dem Chef von Digital Industries, Cedrik Neike, scheint diese aktuelle Schwäche aber nicht zu schaden. Am Vorabend der Zahlenveröffentlichung gab Siemens nämlich bekannt, dass Neikes Vertrag bis ins Jahr 2030 verlängert wurde. Neike gilt übrigens nicht zuletzt auf lange Sicht als potenzieller Nachfolger des amtierenden Konzernchefs Busch.

Weitere Siemens-Sparten können auch nicht klagen

Das andere große Siemens-Segment Smart Infrastructure (SI) legte auf breiter Basis zu. Insbesondere in den USA liefen die Geschäfte gut. Auch die deutlich kleinere Bahnsparte Mobility könne sich über einen soliden Verlauf der Geschäfte freuen. Die Prognose für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr hat Siemens angesichts der aktuellen Entwicklung bestätigt. Die Zweiteilung des Geschäfts zwischen dem gut gehenden Segment Smart Infrastructure und der schwächelnden Digital Industries zeigt sich allerdings auch hier. Denn während die Marge bei DI am unteren Rand der bisher angegebenen Spanne erwartet werde, soll sie bei SI am oberen Rand liegen.

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