Automatisierung
Bei der Batterieproduktion 20 Prozent Kosten einsparen

Ein Gastbeitrag von Daniela Fontana, Battery Innovation Manage, Comau 4 min Lesedauer

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Für das EU-Projekt Fastest entwickelt Comau eine Digitalisierungsstrategie. Ziel ist es, eine speziell für Batterien konzipierte Schnelltestplattform zu entwickeln und zu validieren. Dadurch soll der Entwicklungsprozess von sicheren und langlebigeren Batterien beschleunigt werden.

Im Rahmen des EU-Projektes Fastest arbeitet Comau an der beschleunigten Prüfung und Verifizierung von Fahrzeug- und stationären Batterien.(Bild:  Noobs - stock.adobe.com)
Im Rahmen des EU-Projektes Fastest arbeitet Comau an der beschleunigten Prüfung und Verifizierung von Fahrzeug- und stationären Batterien.
(Bild: Noobs - stock.adobe.com)

Aktuell kommen bei der Batterieproduktion experimentelle Testmethoden zum Einsatz, die Jahre in Anspruch nehmen können und zweifelsohne teuer sind. Der digitale Zwilling kann den Test- und Implementierungsprozess von Batterien für Kraftfahrzeuge und stationäre Anwendungen beschleunigen. Im Rahmen des Fastest-Projekts, welches von der Europäischen Union für das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe unterstützt wird, wird Comau, ein Unternehmen von Stellantis und Anbieter von Automatisierungslösungen, seine Erfahrung in Digitalisierung und Elektrifizierung einbringen. Eine Schnelltestplattform für Batterien ist das erklärte Ziel. Die Plattform wird eine auf der Versuchsplanung (Design of Experiments, DoE) und robusten Testergebnissen basierende Strategie anwenden, die virtuelle und physische Tests integriert. Die Projektleitung Avesta Battery & Energy Engineering erhofft sich von Fastest, dass die Gesamtproduktionszeiten und -kosten für Batterien um mindestens 20 Prozent reduziert werden, zusätzlich zur Verringerung der Anzahl physischer Experimente und den damit verbundenen Materialkosten.

Prototyp für Batterie-Schnelltestplattform prüft drei Anwendungsfälle

In den Prototypen einer hybriden Schnelltestplattform werden zusätzliche Services, wie intelligente DoE-Algorithmen, virtualisierte Prüfstände und Daten von digitalen Zwillingen, in den täglichen Betrieb der Anlage integriert, um ein neues Maß an Effizienz zu erreichen. Das Fastest-Konsortium zielt darauf ab, die komplette Plattform mit ihren gesamten Komponenten zu entwickeln. Die Partner werden sich mit der Ausarbeitung eines vollständigen Satzes physikalisch-basierter und datengesteuerter Modelle als Ersatz für die physikalische Charakterisierung sowie mit der Implementierung einer übergreifenden digitalen Zwillingsarchitektur zur Verwaltung der Informationsflüsse befassen.