Erholung Autozulieferer Leoni erholt sich offensichtlich

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Der fränkische Automobilzulieferer Leoni kommt nach schwierigen und verlustreichen Jahren langsam wieder in die Spur, so die dpa.

Wie jetzt bekannt wurde, geht es dem Kfz-Kabelsystemhersteller Leoni wieder besser, nachdem der weltweit agierende Experte vor einigen Jahren ins Straucheln geraten ist. Außerdem gibt es Innovationen in Sachen Elektroauto-Ladesysteme.(Bild:  Leoni)
Wie jetzt bekannt wurde, geht es dem Kfz-Kabelsystemhersteller Leoni wieder besser, nachdem der weltweit agierende Experte vor einigen Jahren ins Straucheln geraten ist. Außerdem gibt es Innovationen in Sachen Elektroauto-Ladesysteme.
(Bild: Leoni)

Der Spezialist für Kabel und Bordnetze Leoni hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr von 5,09 Milliarden auf 5,46 Milliarden Euro steigern können, sagte ein Unternehmenssprecher. Beim Ertrag vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe man gute Fortschritte gemacht. Genauere Angaben zur Ertragssituation machte Leoni aber nicht. Die aktuelle Lage im Umfeld der Automobilindustrie sei dennoch herausfordernd.

Leoni hat Schnellladesystem für E-Autos in petto

Leoni entwickle derzeit Innovatives in Sachen Kabel, mit denen Elektroautos schneller geladen werden können. Kühlflüssigkeit im Kabel reduziert dabei die Temperatur und lässt höhere Stromleistungen zu, was zu einer erheblich größeren Ladegeschwindigkeit führt, wie es heißt. Das System stehe vor der Marktreife. Leoni habe sich außerdem zum Ziel gesetzt, seinen CO2-Fußabdruck im Vergleich zum Basisjahr 2023 bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Außer mehr Kreislaufwirtschaft – etwa beim eingesetzten Material – sollen dazu neue, biologische Materialien und Materialmischungen beitragen.

Leoni profitierte von umstrittener Kapitalspritze

Leoni war in den zurückliegenden Jahren finanziell in die Schieflage geraten. Und 2022 stand ein Verlust von über 600 Millionen Euro in den Büchern. Nachdem ein zum Schuldenabbau geplanter Teilverkauf im Milliardenmaßstab an einen thailändischen Investor Ende 2022 gescheitert war, wurde mit dem österreichischen Leoni-Großaktionär Stefan Pierer ein Rettungsplan vereinbart. Dieser verpasste Leoni eine Kapitalspritze von 150 Millionen Euro und bekam dafür sämtliche neu ausgegebenen, nicht mehr börsennotierten Aktien. Die alten Leoni-Aktien wurden mit Eintragung der neuen Aktien ins Handelsregister dadurch wertlos. Viele Aktionäre standen daraufhin mit leeren Händen da. Aktionärsschützer hatten das Vorgehen deshalb scharf kritisiert. Das Unternehmen beschäftigt rund 95.000 Menschen in 26 Ländern der Welt.

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