Binder Jetting 3D-Druck macht aus Baureststoffen Nachhaltiges für den Formenbau

Quelle: Voxeljet 2 min Lesedauer

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Voxeljet und Parastruct haben erfolgreich den 3D-Druck recycelter, biogener und mineralischer Reststoffe aus der Bauindustrie mittels Binder Jetting durchgeführt.

Voxeljet und Parastruct haben eine Antwort darauf, wie Restbaustoffe kreislauffähig werden können. Das klappt mit dem Material Ecomould und dem Binder Jetting als Verarbeitungsverfahren. Hier sieht man 3D-gedrucktes Fichtenholz für den Formenbau.(Bild:  Parastruct)
Voxeljet und Parastruct haben eine Antwort darauf, wie Restbaustoffe kreislauffähig werden können. Das klappt mit dem Material Ecomould und dem Binder Jetting als Verarbeitungsverfahren. Hier sieht man 3D-gedrucktes Fichtenholz für den Formenbau.
(Bild: Parastruct)

In einem ersten Proof of Concept haben die Voxeljet AG und das österreichische Unternehmen Parastruct GmbH den 3D-Druck von kreislauffähigen Reststoffen aus der Bauwirtschaft mit Erfolg erprobt. Zum Einsatz kam dabei die additive Fertigungstechnik des Binder Jettings von Voxeljet. Bei dem getesteten Material handelte es sich um das Ecomould-Materialset von Parastruct – ein aus biogenen Produktionsrestmassen der Bauindustrie und einem mineralischen Binder bestehendes Materialset, welches von den Österreichern entwickelt wurde. Mit diesem 3D-Druckverfahren können mit Ecomould Formteile hergestellt werden, die beispielsweise für den Kaltguss von Beton und Keramik für innenarchitektonische Objekte oder für Laminierverfahren geeignet sind. Das Ecomould-Material wurde auf einer VX200 von Voxeljet untersucht, einem speziell für Forschungs- und Entwicklungszwecke entwickelten 3D-Drucksystem.

Das sind die Vorteile des Ecomould-Materials für Unternehmen

Die mittels Ecomould hergestellten Formen können nach Ihrer Lebenszeit zerkleinert und als Partikelmaterial erneut dem 3D-Drucker zugeführt werden. Für Unternehmen ergibt sich daraus sowohl ein Einsparpotenzial durch den Wegfall von Entsorgungskosten, die bei Bauschutt zwischen 75 und 100 Euro pro Tonne und bei Holz zwischen 70 und 180 Euro pro Tonne liegen können. Auch die Optimierung der Gesamtprofitabilität durch reduzierte Ressourcenaufwendungen sei für Unternehmen attraktiv. Nachhaltigkeitsziele, insbesondere in Anbetracht von verschärften Richtlinien wie dem EU Green Deal könnten mithilfe von Ecomould einfacher umgesetzt werden. So weist Ecomould mit 108,3 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Formfläche eine weitaus geringere Emissionsbilanz aus als konventionell gefertigte Sand-Phenolharz-Formen, wie man betont. Als Beschichtung kann Kunststoff dienen, der einmalig aufgetragen wird und nach der Lebenszeit ebenfalls entfernbar ist.

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Der richtige Drucker sorgt für den nachhaltigen Formenbau

Bei einer zweiten Verwendung des Ecomould-Materials reduziert sich der CO2-Fussabdruck weiter. Das Binder Jetting von Voxeljet eignet sich besonders für die Verarbeitung von Ecomould, weil es sich bei den entsprechenden 3D-Druckern um „Open Source“-Systeme handelt, deren Druckparameter flexibel an unterschiedliche Materialsets angepasst werden können. Darüber hinaus verfügt Voxeljet über ein breites Druckerportfolio mit Baugrößen von derzeit maximal 4 × 2 × 1 Metern was eine einfache Skalierung der mit Ecomould gefunden Ergebnisse auf größere, produktivere 3D-Drucker verspreche. Für die Weiterentwicklung des Verfahrens werden aktuell interessierte Partner gesucht, die die Transformation einer nachhaltigeren Bauwirtschaft in einem möglichen Förderprojekt gemeinsam voranbringen wollen.

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