Arbeitszeiten
35-Stunden-Woche: Zukunftsmodell oder Wohlstandsrisiko?

Quelle: Friederike Marx, Jörn Bender und Andreas Hoenig (dpa) 3 min Lesedauer

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Ist die 35-Stunden-Woche beim aktuellen Fachkräftemangel überhaupt tragbar? Oder muss es doch zurück zu 40 Stunden gehen? Das sagen die Experten.

Zum Thema 35-Stunden-Woche gibt es ganz unterschiedliche Ansichten.(Bild:  kirill_makarov - stock.adobe.com)
Zum Thema 35-Stunden-Woche gibt es ganz unterschiedliche Ansichten.
(Bild: kirill_makarov - stock.adobe.com)

In der westdeutschen Metallindustrie gilt die 35-Stunden-Woche bei gleichbleibendem Lohn bereits seit 1996. Bei der Deutschen Bahn soll sie nach der Einigung mit der Lokführergewerkschaft GDL schrittweise als Wahlmöglichkeit bis 2029 eingeführt werden. Arbeitgeber fordern angesichts des Fachkräftemangels dagegen teilweise eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche.

Pro Arbeitszeitverkürzung

Nach Einschätzung von Oliver Stettes, Arbeitswelt-Experte beim arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW), kann es für einzelne Firmen sinnvoll sein, „kürzere Arbeitszeiten anzubieten, wenn dies wirtschaftlich tragfähig und organisatorisch umsetzbar ist, um seine Attraktivität für Bewerberinnen und Bewerber zu steigern“. Ob dies zweckmäßig oder möglich sei, lasse sich aber nicht pauschal sagen.