Li-Ionen-Batterien 22 Prüfkammern für Volkswagen

Von Weiss Technik 3 min Lesedauer

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Im VW-Kompetenzzentrum Batteriesysteme in Braunschweig werden durch 22 Prüfkammern von Weiss Technik umfassende Temperatur- und Klimatests durchgeführt, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

Weiss Technik hat das Kammerdesign optimiert und ein kompaktes Konzept entwickelt: Die Prüfkammer steht auf einem erhöhten Untergestell, wodurch der bisher seitliche Maschinenteil platzsparend darunter integriert wurde.(Bild:  Weiss Technik)
Weiss Technik hat das Kammerdesign optimiert und ein kompaktes Konzept entwickelt: Die Prüfkammer steht auf einem erhöhten Untergestell, wodurch der bisher seitliche Maschinenteil platzsparend darunter integriert wurde.
(Bild: Weiss Technik)

Wie verhalten sich Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos bei Hitze, Kälte oder plötzlichen Temperaturschwankungen? Tests dazu sind essenziell für die Entwicklung und Produktion der Energiespeicher, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Für das VW-Kompetenzzentrum Batteriesysteme in Braunschweig hat Weiss Technik 22 hochmoderne Prüfkammern geliefert. Mit Hazard-Level-6-Sicherheitsausstattung und einem innovativen Kammerkonzept bieten sie maximale Leistung bei minimalem Footprint.

Mit über neun Millionen zugelassenen Fahrzeugen im Jahr 2023 zählt der Volkswagen Konzern zu den weltweit führenden Automobilherstellern. Im Kompetenzzentrum Batteriesysteme in Braunschweig hat das Unternehmen die Entwicklung und Vorserienproduktion von Hochvolt-Batteriesystemen zentral gebündelt. Zur Durchführung umfangreicher Temperatur- und Klimatests wurden 22 hochmoderne Prüfkammern von Weiss Technik installiert. Sie bieten ausreichend Platz für komplette Lithium-Ionen-Batteriepacks und sind gleichzeitig so kompakt konzipiert, dass sie einen minimalen Footprint aufweisen. Da bestromte Prüflinge getestet werden, verfügen die Prüfkammern zudem über eine umfassende Sicherheitsausstattung.

Maximale Sicherheit nach Hazard Level 6

Lithium-Ionen-Batteriepacks, -Module und -Zellen verfügen über eine hohe Energiedichte. Bei Tests unter Strom sowie extremen Temperatur- und Klimabedingungen kann es zu Überlastungen oder Fehlfunktionen kommen – bis zur Zerstörung der Batterie. Um Personal und Prüfkammern bestmöglich zu schützen, wurden die Anlagen gemäß der EUCAR Hazard Standards mit umfassenden Sicherheitsmaßnahmen nach Hazard Level 6 ausgestattet. Dazu zählen dampfdicht verschweißte Prüfräume, nicht brennbare Isolierungen, Spüllufteinrichtungen, Gaswarnanlagen für CO und HC sowie Stickstoffinertisierung für den Brandfall. Ergänzt wird die Ausstattung durch überdruckgesicherte Prüfräume und ein hochsensibles Branderkennungssystem mit Temperaturmessung.

Die Prüfkammern erfüllen gängige Prüfnormen, darunter die VW-Norm PV1200. Von den 22 installierten Kammern sind 18 für Temperaturtests im Bereich von -40 bis +90 °C mit einer Änderungsgeschwindigkeit von 3 K ausgelegt. Drei weitere verfügen über einen erweiterten Temperaturbereich von -40 bis +150 °C. Für spezielle Temperaturwechseltests wurde eine Kammer mit einer besonders hohen Änderungsgeschwindigkeit von bis zu 10 K ausgestattet. Zusätzlich lieferte Weiss Technik eine Klimaprüfkammer mit Mehrachsen-Schwingtisch (MAST) sowie zwei baugleiche Anlagen für Korrosionstests mit einem gemeinsamen Maschinenraum.

Innovatives Konzept für minimalen Footprint

Um den Platzbedarf der Prüfkammern zu reduzieren, hat Weiss Technik das bewährte Kammerdesign überarbeitet und ein neues, besonders kompaktes Konzept entwickelt. Dabei wurde die Prüfkammer auf einem erhöhten Untergestell positioniert, sodass der bisher seitlich angeordnete Maschinenteil platzsparend darunter integriert werden konnte. Für maximale Sicherheit wurden die Prüfkammern einzeln aufgestellt und durch deckenhohe Einhausungen geschützt. Damit lassen sich mögliche Zwischenfälle auf eine einzelne Kammer begrenzen, ohne andere Prüfanlagen in der Halle zu beeinträchtigen.

Alle Prüfkammern sind mit einem mehrfach verglasten, beheizten Sichtfenster sowie einer Doppelflügeltür ausgestattet, um eine einfache Beschickung zu ermöglichen. Die Hälfte der Kammern verfügt über ein zweistufiges Prüfgestell, das den gleichzeitigen Test von zwei kleineren Prüflingen anstelle eines großen erlaubt. Die Steuerung erfolgt über das bewährte digitale Mess- und Regelsystem SIMPAC in Kombination mit der WEB Season Software. Die Bedien-, Programmier- und Überwachungseinheit ist als Web-Panel direkt an der Prüfraumtür angebracht, um eine intuitive Handhabung zu gewährleisten.

Mit diesen 22 hochmodernen Prüfkammern besitzt das VW-Kompetenzzentrum Batteriesysteme eine platzsparende Prüftechnologie auf höchstem Sicherheitsniveau – die ideale Basis für die Weiterentwicklung und Optimierung von Lithium-Ionen-Batterien.

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