Titanbearbeitung
110 Minuten Standzeit pro Schneide bei Titan

Von Mag. Victoria Sonnenberg 5 min Lesedauer

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Zerspanungsprozesse anspruchsvoller Werkstoffe sind Teamarbeit. Walter ist es daher in Zusammenarbeit mit Blaser Swisslube und Makino gelungen, die Bearbeitungszeiten für ein Bauteil aus Titan zu senken und die Werkzeugstandzeit zu erhöhen.

Die besonderen Herausforderungen bei der Zerspanung des Bauteils resultieren aus dem Material: Struts werden überwiegend aus schwer zerspanbaren Titanmaterialien wie Ti5553 oder Ti10-2-3 hergestellt. (Bild:  Walter AG)
Die besonderen Herausforderungen bei der Zerspanung des Bauteils resultieren aus dem Material: Struts werden überwiegend aus schwer zerspanbaren Titanmaterialien wie Ti5553 oder Ti10-2-3 hergestellt.
(Bild: Walter AG)

Während der Anteil der Bauteile aus Titan nur rund 14 Prozent des Gewichts eines typischen Passagierflugzeugs beträgt, liegt ihr Anteil an der Bearbeitungszeit bei zirka zwei Drittel der Gesamtbearbeitungszeit der Metallbauteile. Denn im Vergleich zur Aluminiumzerspanung sind die erreichbaren Zeitspanvolumen (Kubikzentimeter pro Minute) bei der Titanbearbeitung sehr gering. Wer es schafft, die Bearbeitungszeiten für ein Bauteil aus Titan zu senken oder die Standzeiten der Bearbeitungswerkzeuge signifikant zu verbessern, erhöht die Effizienz und Wirtschaftlichkeit seiner Prozesse deutlich. Mit dem neuen leichtschneidenden Igelfräser M5250 ist Walter so ein Schritt gelungen, in enger Zusammenarbeit mit dem Kühlschmierstoffexperten Blaser Swisslube sowie dem Premium-Maschinenhersteller Makino.

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